altes Flößerfoto

Flößertradition

Die Flößerei in Lychen kann bis auf das Jahr 1720 zurückverfolgt werden. Die wald- und seenreiche Umgebung bot dafür die besten Voraussetzungen. In Kombination mit mehreren Sägewerken war die Flößerei über lange Zeit wichtigster Wirtschaftszweig und Arbeitgeber der Region. Berlin ist zum großen Teil „aus dem Kahn gebaut“ und so wurden bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nicht nur Ziegel sondern auch Holz über die Havel verschifft. Zu großen Flößen verbunden gelangten die Stämme von Schleppkähnen gezogen sogar bis nach Hamburg. Mit zunehmender Industrialisierung und der Transportverlagerung auf die Straße verlor die Flößerei an Bedeutung. In Lychen wurde noch bis in die 60er Jahre professionell geflößt. Das allerletzte Floß fuhr 1975.

Im Flößerverein wird die Erinnerung an das traditionelle Handwerk bewahrt. Mitbegründet von den letzten beruflichen Flößern finden sich heute die Nachfahren zusammen, um z.B. im Flößermuseum über die Geschichte der Flößerei zu informieren. Beim jährlichen Flößerfest, das immer am 1. Augustwochenende stattfindet, werden unter anderem die alten Techniken des Floßbaus gezeigt.

Kontakt:
Lychener Flößer e.V.
Beenzer Chaussee 5
17279 Lychen

www.floesserverein-lychen.de

Bei Ihrer Floßfahrt mit Treibholz erfahren Sie immer auch etwas zu Tradition und Handwerk und können sich bei Interesse selbst im Staken versuchen.